Der Familienbetrieb wurde im Jahre 1870 am heutigen Standort am Bachlauf der Wesenitz in Oberneukirch von Ehregott Hensel gegründet. Er betrieb hier eine Tischlerei mit mehreren Werkbänken und eine Lohmühle, die Eichenrinde für die Nutzung in den Neukircher Gerbereien verarbeitete. Später übernahm dessen Sohn Alwin Hensel den Betrieb und baute ihn als Sägewerk aus, welches die hochwertigen Baumbestände des Valtenberges und Hohwaldes verarbeitete.

Sein Sohn Alfred Hensel erlernte Mitte der 1930er Jahre den Beruf des Sägewerkers in der Sägewerkerschule Rauscha in Schlesien. Nach der Teilnahme am 2. Weltkrieg und Gefangenschaft kehrte er 1946 nach Neukirch zurück und arbeitete im elterlichen Sägewerk.

Nach dem Tod seines Vaters 1956 übernahm er das Sägewerk und führte es durch die Schwierigkeiten der Planwirtschaft in der DDR. Als selbständiges Unternehmen war die Anschaffung von Investitionen in dieser Zeit nahezu unmöglich. Es war Improvisationsgeschick gefragt. Es wurde hauptsächlich Fichte-Schnittholz für holzverarbeitende Betriebe, den Holzhandel und Baubetriebe produziert.

1990 kam durch die politische Wende in der DDR auch für das kleine Sägewerk eine neue Zeit und damit einhergehend ein massiver Wettbewerbsdruck durch moderne Sägewerke aus den alten Bundesländern.

1993 übernahm die Tochter Ingrid Hensel den Betrieb.

Der Strukturwandel, verbunden mit dem Rückgang von frischem Schnittholz für Verwendungen im Bau und die veraltete Technik waren keine guten Voraussetzungen zur Aufrechterhaltung des Sägebetriebes.

1994 begann Thomas Hensel im Familienbetrieb mitzuarbeiten. Er erlernte ab 1995 den Beruf des Sägewerkers (heute Holzbearbeitungsmechaniker, Fachrichtung Sägeindustrie) und studierte ab 1998 an der Berufsakademie Dresden Holztechnik.

Nach Abschluss des Studiums arbeitete er bei mehreren mittleren und großen Holzindustrien in leitenden Positionen, um Erfahrungen zu sammeln. Parallel übernahm er 2001 den elterlichen Betrieb, um ihn zunächst als Holzhandlung weiter zu betreiben.

Da sich der Betrieb gut entwickelte, kehrte Thomas Hensel 2008 ganz in den Familienbetrieb zurück und baute das Unternehmen weiter aus.

Bald wurde der Platz am alten Standort zu eng und so wurde Ende 2010 ein ehemaliger Baubetrieb im 7 km entfernten Seitschen übernommen, um hier wieder echtes „Hensel-Holz“ zu produzieren.

Gebäude wurden renoviert, neue Maschinen angeschafft, Personal eingestellt.

Heute hat sich die Firma als leistungsfähiger, aber flexibler Hersteller und Lieferant bei Holz- und Baustofffachhändlern, Holzbau- und Dachdeckereibetrieben sowie Endkunden gut etabliert.

Geschichte

Einige Impressionen: